Sprachpflege & Sprachgestaltung                Friederike Knabe

Sprachkünstlerische Therapie nach Christa Slezak-Schindler® beruht auf der gesundenden Bewegung der Silben, Laute und Worte, aber auch des Atems und der Stimme - durch beispielsweise die eigenen Hände und Füße.

Die ganzheitlichen therapeutischen Verfahrensweisen sind künstlerischen Prinzipien abgeleitet, beheimatet im Sprech-, Atem- und Stimmübungsgut Rudolf Steiners und ausgreifend in den großen Schatz der Dichtung:

Menschen sind wie Kirchenfenster.
Wenn die Sonne scheint
strahlen sie in allen Farben,
aber wenn die Nacht kommt,
kann nur Licht im Innern
sie voll zur Geltung bringen.
                          Elisabeth Kühler-Ross

Inhalte der Therapie können sein:

- Entwicklung einer Wahrnehmung des Körpers als Ganzheit
- Aufbau einer eutonen Körperhaltung
- Erarbeitung einer plastischen Artikulation
- Entlastung der Kehlkopfmuskulatur durch Zwerchfellaktivierung
- Erweiterung von Tragfähigkeit und Belastbarkeit der Stimme
- Transfer in den Alltag

Das Ziel der Therapie ist abhängig von den individuellen organischen und psychischen Voraussetzungen des Menschen, mit dem gemeinsam die Zielfestlegung erfolgt. Seine Motivation und aktive Mitarbeit entscheidet über den Verlauf und das Ergebnis der Therapie. Es finden innerhalb des therapeutischen Rahmens Erläuterungen zur Stimmphysiologie, zu evtl. bestehenden Stimm- oder Sprechstörungen sowie zur Stimmhygiene statt. So kann das im Menschen sich gegenseitig positiv beeinflussende Gefüge von Körperhaltung, Atmung, Artikulation, Stimme und Stimmung bewusst erlebt, reflektiert - und ggf. zurückgewonnen oder verbessert werden.

Weiterführende Literatur: Christa Slezak - Schindler: "Was ist sprachkünstlerische Therapie?"

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